Dr. Pehrsson mit Team an der Haranni Clinic

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THERAPIESPEKTRUM

HARANNI CLINIC

Parodontologie in Herne: bei blutendem oder geschwollenem Zahnfleisch

Gesundes Zahnfleisch – Entzündungen vorbeugen und behandeln

Lächelnde Frau - Parodontologie in der Zahnmedizin an der Haranni ClinicDie Parodontitis ist eine chronische Erkrankung des Zahnhalteapparates, die zunächst schmerzfrei verläuft. Da lange Zeit keine Beschwerden auftreten, ist die halbjährliche Kontrolle der Zähne durch einen Zahnarzt umso wichtiger, um bei positivem Befund frühzeitig eingreifen zu können. Denn wie bei den meisten Krankheiten gilt: Je früher entdeckt, desto besser behandelbar.

Risikofaktoren und Symptome der Parodontitis

In unserem Mundraum befinden sich zahlreiche Bakterien, die die Nahrungsreste verwerten und den Zucker in Säure umwandeln. Werden die Zähne zweimal täglich gründlich geputzt – was den Gebrauch von Zahnseide und Interdentalbürsten mit einbezieht – ist in der Regel nichts zu befürchten. Erfolgt keine gründliche Zahnpflege, entsteht der so genannte Plaque, der nicht nur Karies begünstigt, sondern auch für Entzündungen am Übergang vom Zahn zum Zahnfleisch sorgt. Diese Zahnfleischentzündung nennt sich Gingivitis und ist zumeist der Grundstein für eine Parodontitis. Denn sobald sich das Zahnfleisch nicht mehr um den Zahnhals schmiegt, haben Bakterien leichtes Spiel. Mangelnde Mundhygiene ist demnach der häufigste Grund für eine Parodontitis. Die Erkrankung kann zudem auch genetisch bedingt sein.

Zu den Risikogruppen zählen des Weiteren Menschen, die an Diabetes, Rheuma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder einer Immunschwäche leiden. Außerdem haben Raucher ein höheres Risiko, an einer Parodontitis zu erkranken. Ebenfalls verstärkt betroffen sind Schwangere, da es hier aufgrund von entsprechenden Hormonen zu einer verstärkten Durchblutung der Schleimhäute sowie einer Auflockerung des Zahnfleischgewebes kommt. Bakterien können somit leichter eindringen.

Zu den Symptomen einer Parodontitis zählen schlechter Atem sowie blutendes und geschwollenes Zahnfleisch, im fortgeschrittenen Stadium auch Eiterbildungen am Zahnfleisch. Bei Auffälligkeiten dieser Art sollten Sie sofort einen Termin beim Zahnarzt vereinbaren. Denn die Bakterien können über das gereizte Zahnfleisch leicht eindringen und zügig bis zum Kieferknochen vordringen. Geraten die schädlichen Keime schließlich in die Blutbahn, werden diese zur Gefahr für den gesamten Organismus.
Patienten mit einer Parodontitis haben ein höheres Risiko für Gefäßerkrankungen und bei schwangeren Patientinnen steigt die Gefahr von Früh- und Fehlgeburten.

Mit Laserlicht gegen die Parodontitis

Eine Parodontitistherapie stimmen wir in unserer Praxisklinik ganz individuell auf Ihre Situation ab. Hierfür kann zunächst das Anlegen einer Bakterienkultur vonnöten sein, um bei Bedarf entsprechende Antibiotika zu verschreiben. Zusätzlich ist es in manchen Fällen sinnvoll, einen DNS-Sondentest (also eine Genanalyse der Bakterien) durchzuführen, um die schädliche Bakterienart zu identifizieren. Dadurch ist es möglich, die ermittelte Bakterienart gezielt zu bekämpfen. Im Anschluss kann mittels digitaler Volumentomographie überprüft werden, wie viel des Zahnhalteapparats bereits in Mitleidenschaft gezogen wurde und inwieweit der Knochen betroffen ist. Die Entzündungs- und Eiterherde werden nun vorsichtig entfernt. Dazu wird zunächst eine professionelle Zahnreinigung durchgeführt, bevor mit verschiedenen Handinstrumenten sowie Ultraschallgeräten die Zahnfleischtaschen von Bakterien befreit werden. Frei liegende Zahnwurzeln können hier geglättet werden, damit die verbliebenen Bakterien weniger gut anhaften können. Mit diesem Vorgehen wird die Bakterienzahl bereits wirksam reduziert.

Um letzte Bakterienansammlungen zuverlässig zu eliminieren, kann das betroffene Zahnfleisch mit einer Lasertherapie behandelt werden. Diese ist in der Regel schmerzfrei und bedarf keinerlei Betäubung. Damit der Zahnarzt den Laserstrahl zielgerichtet auf letzte Bakterienherde richten kann, werden diese mit einem entsprechenden Gel sichtbar gemacht. Der Vorteil dieser Methode liegt darin, dass das ohnehin schon gereizte Zahnfleisch nicht durch „schneidende“ Methoden weiter gereizt wird. Außerdem entstehen keine zusätzlichen Schmerzen für den Patienten. In vielen Fällen kann dank des Laserlichts sogar auf eine Antibiotika-Gabe verzichtet werden.

Vorsorge ist besser als Nachsorge

Regelmäßiges gründliches Zähneputzen und das Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide sind wichtig, um den Zahnhalteapparat gesund zu halten. Essenziell sind auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt, die im besten Fall mit einer professionellen Zahnreinigung ergänzt werden. Da eine Parodontitis nicht restlos heilbar ist, sind für ehemalige Parodontitis-Patienten in der Regel engmaschigere Kontrollen vonnöten.
Aus diesem Grund erstellen wir für sie ein individuelles Behandlungskonzept.

Was tun, wenn Zähne verloren gegangen sind?

Je nach Stadium können bei einer Parodontitiserkrankung durchaus Zähne ausfallen. Sobald die Entzündungen abgeklungen sind und sich das Zahnfleisch wieder erholt hat, beraten wir Sie im Anschluss gerne zu den Möglichkeiten des Zahnersatzes, wie etwa der Implantologie. Ist der Knochen bereits zurückgegangen, können entweder Aufbaumaßnahmen ergriffen oder Mini-Implantate eingesetzt werden.